Blau-Weiße Tollwut Datteln e. V.
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Derbyzeit

Samstag 14 Uhr Treffen. Gemütlich stimmen wir uns auf das Derby ein. Zwischendurch kommen doch Zweifel auf, ob der Getränkevorrat in Ordnung sei. 3 Kisten Bier, 2 Flaschen Hugo und eine Flasche Sekt könnten ja auch knapp werden bei 3 Männern und 6 Frauen, besonders das Bier. Auf einige vorsichtig formulierte Endergebnisse, sagt der Hausherr, welcher wohl den S04 am Besten von uns allen kennt und unterstützt: „ Guckt euch doch einfach den Himmel an, dann wisst ihr wie das Spiel ausgeht!“ Strahlender Sonnenschein und ein blau-weisser Himmel, kann ja nur gut gehen. Für die Bereitstellungen der gemütlichen Räumlichkeiten nochmal ein großes Dankeschön.

 

So langsam müssen wir uns auf dem Weg zur Bushaltestelle machen. Um unterwegs nicht zu verdursten, strahlender Sonnenschein eben, werden noch ein paar Getränke eingepackt. Wird schon reichen, im Bus gibt´s ja Nachschub. Leider musste der Berlingedächtniskuchen heute zu Hause bleiben. 5-6 Kuchen hätten es schon sein müssen für den gesamten Bus. Logistisch war es nun einmal nicht möglich die Kuchen und das wertvolle Nass gleichzeitig zu transportieren.

Mit einem sportlichen Endspurt erreichen wir unter Beifall unser Ziel, den Bus der Steverknappen.

Dort merken wir, wir haben das Rundherum-Sorglos-Paket gebucht. Tolle Stimmung, nette Leute und für unsere ausgetrockneten Kehlen, nach dem langen Marsch, gibt es kühle Getränke. Die Fahrt geht leider viel zu schnell zu Ende.

Es ist soweit, wir sind angekommen. Wollen wir überhaupt aussteigen? Eigentlich nicht, aber wir sind ja da um unsere Mannschaft zu unterstützen. Also betreten wir mutig die verbotene Stadt. Auf dem Parkplatz erfahren wir Frauen, dass es dort auch Toiletten gibt. Zu spät, es gibt auch Büsche mit hektisch werdenden Männern.

Nach einiger Zeit machen wir uns auf den Weg zum Ort des Geschehens. Dank der Polizei und den getrennten Wegen kommen wir dort unbehelligt an. Zu den Sprüchen pubertierender Jugendlichen mit schlechtem Geschmack fällt mir nur ein: Was kümmert es die deutsche Eiche wenn sich eine Sau dran scheuert?

Drin in dem Ding erfahren dann unsere jungen Mitglieder, denen es ein großes Bedürfnis ist zu zeigen, dass sie Schalke-Fans sind und was sie von dem anderen Verein halten, dass die Polizei dein Freund und Helfer ist. Wobei ich mich frage ob man den Begriff „Räuberleiter“ anwenden kann, wenn diese Hilfestellung von einem Polizisten ausgeführt wird. Außerdem zeigten noch einige von unseren älteren Vereinsmitgliedern mit einer tragende Rolle Verständnis für unsere Jugend.

Dann kommt der Durst wieder. Als wir dann die Becher mit dem kühlen Nass sehen, denken wir die Erleichterung naht. Zu früh gefreut. „Stades leicht“. Ich will wieder zum Bus.

Anstoß, wir haben alle unsere Plätze eingenommen. Lautstark feuern wir unsere Mannschaft an. Die Anderen hört man gar nicht. Scheint wohl nicht deren Tag zu sein. Nur Schalke Fans zu hören und auf dem Platz sieht´s auch nicht schlecht aus, so langsam fühl ich mich wohl. Wenn man nur auf´n Rasen guckt und zuhört könnte man denken, ist´n Heimspiel.

Nach etwa dreißig Minuten erhalten wir die Nachricht, dass der Bus offen ist. Hört sich nicht gut an, keine kalten Getränke mehr für die Rückfahrt? Zum ersten Mal bekomme ich Angst heute Abend. Dann die Entwarnung: so sicher war ein offener Bus noch nie. Einige Polizisten der Hundertschaft bewachen den Bus, und ganz wichtig: die Getränke. Haben den Bus sogar mit Absperrband gesichert, nicht dass irgendjemand uns noch „Stades leicht“ unterjubelt. Danke!

Weiter geht´s, 2. Halbzeit. Und wieder sind die Schalker besser, zumindest die Fans beim Support. So langsam werde ich nervös. Unsere Jungs auf´m Platz müssen mal etwas mehr aufpassen. Wieder werden meine Nerven strapaziert. Huch und was für Schimpfwörter mir einfallen.  Aber liebe Schalker Mannschaft, die letzten 10 Minuten müssen nicht sein, denkt doch mal an meine Nerven. Es geht nicht spurlos an einem vorüber.

Abpfiff. Mit dem Ergebnis (0:0, Anmerkung der Redaktion) sind wir alle zufrieden. Jetzt noch ein kleiner Fußmarsch, zu dem nicht mehr zu sagen ist wie zum Hinmarsch, und dann gibt es wieder vernünftige Getränke im Bus.

Auf der Rückfahrt wird nochmal so richtig gefeiert. Unser Liedgut wurde um einige Lieder erweitert, wobei das Lied mit Jonny Depp und Selm (Toröö,toröö) klasse ist. Am Besten ist aber noch das mit den Ochsen und Lüdenscheid, so als musikalische Untermalung zu dem heute erlebten. Leider ist die Busfahrt mal wieder viel zu kurz. Nachdem wir herzlich verabschiedet wurden und  ausgestiegen sind, müssen wir noch ein paar Meter laufen ( der Durst ist diesmal nicht so schlimm, ist ja dunkel, aber die Füße! ). Dann werden wir von unseren Taxis abgeholt...

Zum Schluß nochmal vielen lieben Dank an die Olfener Steverknappen, dass sie uns in ihrem Bus mitgenommen haben. Es war ein super Erlebnis.


Glück auf bis zum nächsten Spiel.


© geschrieben von Ina


Anmekung der Redaktion: Die GoPro hat sich verständlicherweise geweigert, schwarz-gelbe Farben vernünftig abzubilden, daher gibt es zu diesem Auswärtspiel keine Bilder.